Tagesgeld im Vergleich

Tagesgeld zählt zu den Sichteinlagen und bildet mit den Kassenbeständen der Banken und dem im Umlauf befindlichem Bargeld die Geldmenge M1. Ferner handelt es sich bei Tagesgeld um eine Art Guthaben, welches auf einem so genannten Tagesgeldkonto geführt wird. Tagesgeldkonten verbinden die Vorteile von Festgeld und dem klassischen Sparbuch miteinander. So liegen die Zinsen auf vergleichbarem Niveau mit Festgeld, und somit deutlich höher als beim klassischen Sparbuch. Zudem kann der Inhaber eines Tagesgeldkontos wie beim klassischen Sparbuch täglich über sein Guthaben verfügen, während Festgeld über eine vertraglich vereinbarte Laufzeit (meist 6 oder 12 Monate) nicht zur Disposition steht. Und im Gegensatz zum klassischen Sparbuch und einem Festgeldkonto kann ein Tagesgeldkonto jederzeit gekündigt werden. Setzt das Kreditinstitut vertraglich eine Kündigungsfrist ein, handelt es sich nicht um wirkliches Tagesgeld, sondern um Guthaben, welches wie Tagesgeld behandelt wird. Wie hoch sind die Zinsen? Per Definition haben Kreditinstitute das Recht den Zinssatz für Tagesgeld - wie der Name schon impliziert - täglich (jeder Bankenarbeitstag) ohne vorherige Ankündigung in beliebige Richtung zu verändern. In der Praxis machen Kreditinstitute von ihrem Recht allerdings kaum Gebrauch, da dies zu einer unnötigen Unsicherheit bei den Kunden und damit zum Abzug von Sichteinlagen führen würde.

Stark schwankende Zinssätze wären also kontraproduktiv, vor allem vor dem Hintergrund, dass Kreditinstitute Tagesgeld zunehmend als Marketinginstrument einsetzen, um neue Kunden zu gewinnen. Aus diesem Grund bieten auch viele Banken Neukunden einen hohen Anfangszins an, der für eine bestimmte Zeit (meist 3, 6 oder auch 12 Monate) gültig ist, bevor auch für sie der allgemeine Zinssatz der Bank für Tagesgeld gilt. Prinzipiell verläuft die Entwicklung der Zinsen für Tagesgeld meist in etwa parallel zur Entwicklung der Leitzinsen der jeweiligen Zentralbank. D.h. senkt bspw. die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins wird in der Regel auch der Zins für Tagesgeld beinahe in Echtzeit nach unten angepasst. Erhöht die EZB ihren Leitzins jedoch, wird die Anpassung in der Regel nicht unmittelbar danach vollzogen, sondern erst mit einiger Verzögerung. Lohnt sich ein Vergleich? Bevor Anleger ein Konto eröffnen ist es immer ratsam im Vorfeld verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen, da die Zinsen teilweise stark voneinander abweichen. Das Internet bietet hier mit seinen zahlreichen Tagesgeldvergleichsportalen, bsp. auf www.MehrZinsen.com, eine gute Möglichkeit, um sich einen Überblick über Anbieter und deren Zinsen zu informieren. Dabei sollte der Fokus nicht unbedingt auf dem Lockzins liegen, da dieser in der Regel nur für kurze Zeit gilt, sondern auf dem regulären Zinssatz der Bank.

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